Schaf oder Hund? Wenn dein Hund grast wie ein Schaf…

Ich denke jeder Hundehalter kennt es. Das Gras fressen von Hunden.

Aber ist das wirklich ein Grund sich Sorgen zu machen? Ist es ein Vorzeichen, dass es bald zu regnen anfängt? Wie es eine alte Bauernregel sagt. Oder fehlt deinem Hund womöglich Etwas?

Bei diesem Thema sollten wir zwei unterschiedliche Szenarien auseinander halten. Einmal das manische in sich rein fressen von ganzen Grasbüscheln und einmal das gemütliche abzupfen von ausgewählten Gräsern.

Letzteres sehe ich als völlig normal an. Gräser, vor allem frische oder mit Tau benetze Gräser scheinen einfach besonders lecker zu sein. Hier und da mal ein Happen hat noch keinem Hund geschadet. Bei meinen eigenen Hunden beobachte ich es immer wieder, und besonders in den Morgenstunden, dass die Labrador- Tiere gemütlich in der hohen, frischen und taunassen Wiese stehen und sich gezielt nach schmackhaften Gräsern umschauen. Ich lasse sie dann gewähren und wir verweilen auch eine Zeit lang dort, wo es am leckersten ist. Warum auch nicht?
CAVE: Bitte achte darauf, dass dein Hund nicht an landwirtschaftlich genutzten Flächen Gras frisst. Diese sind oft mit Düngemitteln und Giftstoffen besprüht!

Anderseits gibt es dann natürlich noch die Situationen in denen dein Hund vielleicht gar nicht schnell genug zur Wiese kommt und dann sofort anfängt büschelweise Gras in sich hinein zu stopfen. Selbst dann, wenn noch die Grasnarbe dran hängt. Auch das würde ich nicht unterbinden. Gräser haben ganz wunderbare Wirkung bei Übersäuerung oder dann, wenn dein Hund etwas “unverdauliches” gefressen hat. Die Gräser, die dein Hund verschlingt kann er nicht oder nur teilweise verdauen und so landen diese, dann unversehrt im Verdauungstrakt und können sich um unverdauliche Bestandteile “wickeln”.

Da unsere Hunde sehr Instinkt sicher sind – manche mehr, manche weniger :-) sind sie sich der Wirkung bewusst und nutzen diese für sich. Schlaue Kerlchen – findest du nicht auch?

Insofern ein gesundheitliches Problem vorliegt, wird das Gras entweder wieder erbrochen oder aber es kommt am anderen Ende des Hundes wieder heraus. Sollte es dann jedoch beim “Häufchen” machen dazu kommen, dass ein Grashalm “festhängt” empfehle ich dir – Finger weg ! Bei dem rausziehen von Gras aus dem Anus bzw. Enddarm können böse Schnittverletzungen entstehen, die gerne auch unbemerkt bleiben. Warum? Ganz einfach. Wir können nie sicher sein, wie weit im Enddarm der Grashalm noch festhängt. Zumeist bekommt der Hund das Problem selbst in den Griff, notfalls scheue dich nicht bei deinem Tierarzt vorstellig zu werden!

Fazit

  • in beiden Situationen lassen wir die Hunde gewähren
  • sollte das manische Grasen oft vorkommen, empfiehlt sich eine Überprüfung des Futters auf Nährstoffe und ein Check- Up bei deinem Tierarzt bzw. Tierheilpraktiker des Vertrauen
  • hast du den Verdacht, dass etwas in dem Futter deines Hundes fehlen könnte, kannst du “Folsäure” ergänzend zu den Mahlzeiten anbieten. Folsäure ist in sehr hohem Maß in Gräsern erhalten. Hier könntest du für deinen Hund (und auch für dich, weil lecker!) einen Weizengras- Smoothie mixen
  • Präbiotika haben eine tolle Wirkung auf die Darmflora. Füttere ab und an mal Buttermilch oder nutze Produkte aus dem Fachhandel, die darmstabilisierend wirken

Was sind deine Erfahrungen mit grasenden Hunden? Scheibs mir bei Facebook!

Stefanie Werner ist Ernährungstherapeutin für Hunde und befasst sich seit 2009 intensiv mit der naturnahen Fütterung von Hunden. Sie hilft in ihrer Ernährungsberatung Hundehaltern dabei die beste Fütterungsmethoden für ihren Hund zu ermitteln.

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