Oldie but Goldie #2

Im ersten Teil von “Oldie but Goldie” haben wir über die Ernährung deines alten Hundes gesprochen. Du weißt nun also schon, wie du die Ernährung deines Hundes an das Alter anpassen kannst und worauf zu achten ist. (Hier geht´s zu Teil 1)

Aber nicht nur die Ernährung hat einen großen Einfluss auf deinen Hund. Es gibt noch Einiges womit du die Gesunderhaltung deines Hundes fördern kannst.

Vorsorge wird, wie ich finde, bei Hunden immer etwas vernachlässigt.

Eine ganz wichtige Methode um herauszufinden, ob es deinem Hund organisch gut geht ist das Blutbild. Hier kann dein behandelnder Tierarzt oder Tierheilpraktiker sehr schnell feststellen, ob es deinem Hund an etwas mangelt und ob die Organe alle noch ihre Arbeit tun, wie sie sie tun sollten.

Dies ist jedoch weder für uns Tierheilpraktiker noch für den Tierarzt einfach oder schlüssig, wenn es keine vorher gegangenen Blutbilder zum Vergleich gibt. Zwar gibt es so genannte Referenzwerte der Labore aber das bedeutet noch lange nicht, dass dein Hund genau in diesen Referenzbereich passt bzw. ob er sich im unteren oder oberen Drittel der Skala einpendelt.

Was ich sagen möchte :-)

Ab einem gewissen Alter, ist es ratsam ein jährliches Blutbild bei deinem Hund anfertigen zu lassen. Ich würde sagen, bei kleinen Hunden ab dem 9. / 10. Lebensjahr und bei großen Hunden ab dem 7. / 8. Lebensjahr. So bist du, bzw. dein Tierarzt oder Tierheilpraktiker in der Lage etwaige Abweichungen von der Norm, also der Norm deines Hundes- nicht der Referenzwerte, sofort und unmittelbar zu erkennen.

Denk dran: Je mehr Werte deinem Tierarzt oder Tierheilpraktiker zu Verfügung stehen, desto einfacher kann die Diagnose im Ernstfall sein.

Wer rastet der rostet!

Mit dem Alter kommen die Zipperlein. Und diese Zipperlein sind bei älteren Hunden vornehmlich im Bereich des Bewegungsapparats zu finden oder aber, wie schon im ersten Teil von Oldie but Goldie beschrieben im Bereich des Verdauungsapparats. (Hier geht´s zu Teil 1)

Wenn das aufstehen schwerfällt oder die Wege einfach zu lang werden und das Ball spielen nicht mehr so viel Spaß macht, ist es ratsam einen oder eine Physiotherapeut/in auf zu suchen.

Hier kann dein Hund eine entspannende Massage genießen und Muskelverspannungen, die durch eventuelle Schonhaltung entstehen, können gelöst werden. Auch kannst du hier einige Tipps, Kniffe und Massagetechniken lernen und zuhause selbst anwenden. Glaub mir, dein Hund wird es dir danken.

Du kennst das, wie wohl man sich nach einer Massage fühlt oder?

Frage deinen Physiotherapeuten nach einfachen Übungen für Zuhause, damit dein alter Hund beweglich bleibt!

Und denk dran: Wer rastet der rostet! Setze die Tipps deines Physios gewissenhaft um!

Zahnhygiene

Die Zahngesundheit ist bei vielen Hunden rassebedingt schon in jungen Jahren ein Problem. Im Alter kann es zudem noch dazu kommen, dass dein Hund seine wöchentliche Zahnbürste, also Kausnacks wie zum Beispiel Kopfhaut, Rinderohren und Co. nicht mehr gerne frisst oder auch nicht mehr verträgt.

Hier kannst du deinem Hund mit etwas weicheren Snacks zum knabbern anregen. (Zuckerfrei versteht sich) Zwar ist die Reibung an den Zähnen nicht ganz so, wie bei einem harten Snack aber selbst die Produktion von neuem, frischem Speichel trägt dazu bei, dass weniger Zahnstein entsteht. Auch die Kaumuskulatur wird gefördert und bleibt bestehen.

Nur weil dein Hund nicht mehr lange und ausgiebig kaut oder ihm schon Zähne fehlen, solltest du nicht auf zahnreinigende Snacks zur Beschäftigung verzichten!

Biete deinem Hund doch 2-3 mal pro Woche einen gefüllten KONG an. Du kannst ihn ganz wunderbar mit Hüttenkäse und Obst füllen. Auch eine Mischung aus püriertem Apfel, Banane und Kokosflocken wird gerne angenommen. So sorgst du mit dem Apfel für einen tollen Geschmack und regst die Verdauung an. Die Banane bietet deinem Hund eine ordentliche Kalium- Zufuhr und die Kokosflocken bringen dir ein gutes Maß an Energie und wirken “wurmwidrig”.

Wo wir gerade von Würmern sprechen…

Regelmäßige Kotuntersuchungen, um zu sehen ob Parasiten vorhanden sind, solltest du nicht erst machen, wenn dein Hund älter wird. Sie gehören zur generellen Gesundheitsvorsorge bei Hunden.

Hierzu solltest du dich bei deinem Tierarzt oder Tierheilpraktiker erkundigen, ob er Kot- Untersuchungen anbietet. Ich kenne keinen Tierarzt der es nicht tut und die meisten Tierheilpraktiker bieten es ebenfalls an. Dort bekommst du auch das Behältnis für die Sammelkotprobe.

Denk dran: Im Alter sind Leber, Niere und “Entgiftungsorgane” nicht mehr so aktiv und sollten geschont werden. Chemische Wurmkuren sind da kontraproduktiv.

Die regelmäßige Labor- Untersuchung des Kotes erspart deinem Hund die blind eingesetzte chemische Wurmkur, die unter Umständen stark gesundheitsgefährdend sein kann.

Es wird nämlich erst dann gehandelt, wenn in der Kotprobe auch wirklich Würmer bzw. Parasiten vorhanden sind. Wie du dann weiter verfährst, also ob die chemische Wurmkur verabreichst oder auf natürlicherweise gegen die Parasiten vorgehst, kannst du immer noch entscheiden.

Wie du siehst, kannst du deinem älter werdenden Hund viel Gutes tun und durch ausreichende Vorsorge auch dazu beitragen, dass ihr Zwei noch lange fit und munter gemeinsame Abenteuer erleben könnt.

Mein Fazit

Fassen wir zusammen, wie du deinem Hund die bestmöglichste Altersvorsorge bieten kannst:
Regelmäßige Blutuntersuchung ( 1 oder 2 mal pro Jahr)

Bei kleinen Hunden ab dem 9. / 10. Lebensjahr, bei großen Hunden ab dem 7. / 8. Lebensjahr
Bewegung, Bewegung, Bewegung

und zwar durch einen Physiotherapeuten, mit gezielten Bewegungen und Massage
Zahnhygiene nicht vergessen

Biete deinem alten Hund Kausnacks an, mit denen er sich die “Zähne putzen” kann. Auch manuelles Zähneputzen mit einer Hundezahnbürste ist machbar, insofern dein Hund es zulässt. Regelmäßige Maul-/ Zahnkontrolle beim Doc oder THP sind wichtig.
Kotproben abgeben

Diese ersparen deinem Hund die blind verschriebenen Chemiebomben in Form von Wurmkuren.

Wie hast du bisher die Gesundheitsvorsorge bei deinem Hund gehandhabt? Ich freue mich von dir zu hören!

Stefanie Werner ist Ernährungstherapeutin für Hunde und befasst sich seit 2009 intensiv mit der naturnahen Fütterung von Hunden. Sie hilft in ihrer Ernährungsberatung Hundehaltern dabei die beste Fütterungsmethoden für ihren Hund zu ermitteln.

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