BARF – Nazis

Ja hoppla, jetzt will sie aber polarisieren, die Steffi … :-D Ja, Mensch, das muss auch mal sein.

Solche Texte wie dieser hier, entstehen immer dann, wenn ich kurz vorher etwas erlebt, gesehen oder gelesen habe, das mich nicht loslässt.

Diesmal sind es die BARF- Nazis!

Ich möchte dir erklären was für mich BARF Nazis sind: Das sind Hundehalter, die nichts anderes gelten lassen ausser die eigene Meinung, bzw. die Meinung des BARF- Gurus den sie aktuell huldigen. Es sind Jene die alle anderen Arten der Fütterung von Hunden verteufeln. Es sind die Hundehalter, die allen Ernstes behaupten, wer sich kein ordentliches Futter für den Hund leisten kann, der soll sich auch keinen Hund anschaffen.

Die Anhänger der unterschiedlichen BARF- Modelle wider rum also z.B. BARFEN nach dem Beutetierprinzip (also eher Richtung Swanie Simon) und Prey Modell Raw (Fütterung von ganzen Beutetieren) haben je wieder etwas gegen die andere Gruppe. Also:

Die BARFER sind gegen die Preyer, die Preyer gegen die BARFER und alle gemeinsam sind sie gegen den Otto- Normal- Hundehalter der noch konventionelles Fertigfutter füttert!

Aber auch der Hundehalter, der sich schon Mühe macht und selbst kocht oder hochwertige Dosen füttert, wird hingestellt, wie jemand der NIX begriffen hat.

Das sind also BARF- Nazis für mich. :-D

Ich finde es ja per se erst mal klasse, wenn sich Hundehalter mit der Ernährung des eigenen Hundes befassen, sich in Facebook- Gruppen rumtummeln und ihr Wissen an den geneigten Hundehalter weiter geben oder aber bei dem täglichen Gang mit Hund, andere Hundehalter missionieren. Wirklich, es freut mich, dass es mittlerweile so viele Barfer gibt. Die Art und Weise jedoch, wie da die eigene Meinung kund getan wird, ist mehr als fraglich.

Da wird auf Gedei´ und Gebrechen darauf bestanden, dass nur diese eine (seine) Meinung der vollen Wahrheit entspricht. Und, wenn du das nicht akzeptierst, dann wirst du “entfreundet” und von der Freundesliste entfernt!.

(Falls du nicht in Sozialen Medien unterwegs bist: Ent- Freundet wird man bei Facebook – da will man dann nicht mehr mit dir be-freundet sein, obwohl man eigentlich gar nicht wirklich befreundet ist, man kennt sich nämlich nicht persönlich, sondern nur über die jeweilige BARF / PREY/ WHATEVER- Gruppe… verrückt, oder? )

Vielleicht hast du ja mal – aus eine Laune heraus, etwas lyrisch Wertvolles zu lesen, so wie ich letztens – das Buch von Dale Carnegie gelesen “Wie man Freunde gewinnt…”

In diesem Buch ist es wunderbar beschrieben, wie man jemanden erfolgreich seine eigene Meinung kund tun kann – ganz ohne verletzende oder hitzige Diskussion. Wobei man ja auch sagen muss, das diese hitzigen, hetzerischen Diskussionen in den sozialen Medien alltäglich sind… *kopfschüttel*

Ich persönlich sehe es aber nicht als dramatisch an, wenn du als Hundehalter sagst, dass du nicht barfen möchtest. Oder, wenn du sagst du hast ein besseres Bauchgefühl dabei, wenn du deinen Hund bekochst. Oder, wenn du deinen Hund preyen möchtest und ihm ganze Beutetiere füttern möchtest. Oder aber, wenn du dir ehrlich eingestehst, dass du zu wenig Zeit und Lust hast deinen Hund zu barfen / zu preyen / zu bekochen / whatever…

Die Welt ist nicht schwarz, weiß. Wirklich nicht. Und ganz besonders sollte, so finde ich, die Ernährung KUNTERBUNT sein. Deine und die deines Hundes.

Warum nicht unter der Woche Trockenfutter, damit es schnell geht, am Wochenende BARF oder Dose oder Selbstgekochtes?

Abwechslung ist Trumpf!

Natürlich ist das alles immer im Zusammenhang mit deinem Hund zu sehen. Ist er krank eignen sich die ein oder anderen Fütterungsmodelle einfach nicht. Da sollte dann Wert auf Bedarfswerte, Verdaulichkeit und anderen Kennzahlen gelegt werden.

Aber im Grundsatz ist es doch so: Du lebst 24/7 mit deinem Hund zusammen. Du kennst ihn am besten. Du weißt was ihm schmeckt und was ihm nicht schmeckt! Du entscheidest, was er zu fressen bekommen soll. Punkt.

Wenn du Hilfe brauchst und Fragen hast, kennst du sicherlich andere und bessere Anlaufstellen, die dir gerne beratend zur Seite stehen als diese BARF – Nazis.

Ich denke man muss solchen BARF- Nazis einfach mal den Wind aus den Segeln nehmen…

So long, herzlichen Dank für´s lesen,

Steffi

Stefanie Werner ist Ernährungstherapeutin für Hunde und befasst sich seit 2009 intensiv mit der naturnahen Fütterung von Hunden. Sie hilft in ihrer Ernährungsberatung Hundehaltern dabei die beste Fütterungsmethoden für ihren Hund zu ermitteln.

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