5 Zubereitungstipps: Eine Schummel- Liste für die Gemüseration

Ach herjee… dieses BARFEN kann einen schon vor Herausforderungen stellen. Besonders, wenn dein Hund sich dazu entscheidet, das Gemüse nicht fressen zu wollen. Dumm gelaufen aber leider keine Seltenheit.

Ich habe da zwei Leitsprüche an die ich mich gerne halte:

1) Es wird gegessen was auf den Tisch kommt

und

2) Ich esse ja auch nicht Alles

Die Kür besteht nun darin zu unterscheiden, ob dein Hund das Gemüse einfach nicht mag also: den Geschmack, die Konsistenz oder was auch immer er doof findet. Oder, ob er einfach nur viel lieber noch viel mehr von dem schmackhaften BARF- Fleisch haben möchte.

Mal am Beispiel von mir: Ich mag kein Sushi. Ich finde die Konsistenz eklig und der Geschmack erinnert mich an den Hamburger Fischmarkt kurz vor Feierabend, wenn der Fisch schon etwas zu lange in der Auslage rum lag. Pfui Spinne.

Also eindeutig ein Fall von “Ich ess ja auch nicht Alles”

Wenn man mir nun aber einen frischen Salat mit Oliven und Schafskäse vorsetzt, picke ich mir immer erst die Beilagen, also Oliven und Käse, raus. Erst dann fange ich mit dem eigentlichen Salat an.

Wenn ich nun wüsste, ich bekomme mehr Beilage, wenn ich lustlos und ohne Appetit im Salat rum stochere oder ihn ganz verweigere . Na was meinst du? Genau, ich würde solange stochern bis mir Jemand noch mehr Beilage gibt.

Aber Hallo! Es wird gegessen was auf den Tisch kommt. Leitspruch Nr. 1: “Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt!”

Wenn dein Hund also das Gemüse isst, wenn er nicht die Chance auf etwas anderes hat, dann setz dich durch und halte dich an den Leitspruch Nr. 1

Wenn dein Hund jedoch das Gemüse stehen lässt und es wirklich wirklich nicht mag, dann denke an mich und an Sushi und halte dich an meinen Leitspruch Nr. 2

Ich habe 5 Zubereitungs- Tipps für dich, wie du deinem Hund nun den Gemüseanteil aus der BARF Mahlzeit schmackhafter machen kannst. Aber zuerst möchte ich dir noch erzählen, warum dein Hund auch Gemüse zu fressen bekommen sollte.

Gemüse und auch Obst sind für den Hund ein wichtiger Lieferant von Vitaminen. Das Beta- Carotin zum Beispiel befindet sich in vielen Gemüsesorten, wie zum Beispiel: Karotte, Rote Beete, Beeren etc. Beta Carotin ist eine Vorstufe des Vitamin A und ist essentiell für den Organismus.

Auch das Vitamin K kommt häufig in den pflanzlichen Anteilen vor.

Generell ist das Gemüse ein toller Vitamin- Lieferant.

Neben den wichtigen Vitaminen spielen auch die Ballaststoffe in der Gemüse- Ration eine wichtige Rolle. Ballaststoffe sorgen für eine ordentliche Verdauung. Sie flippen im Darm von Darmwand zu Darmwand und regen so zur Darmmobilität an. So wird dafür gesorgt, dass der Nahrungsbrei vom oberen Ende (Magen) zum unteren Ende (Enddarm) weiterbewegt wird.

Auch Wölfe in der freien Natur nehmen Ballaststoffe auf. Diese sind dann zwar nicht so nährreich wie das Gemüse, das wir für die Hunde bereitstellen aber sie erfüllen auch ihren Zweck.

Bevor du also verzweifelst und die Gemüseration ganz von dem Speiseplans deines Hundes streichst, habe ich hier für dich 5 Anregungen, wie du das Gemüse schmackhaft machen kannst:

1) Verändere die Zubereitungsart

Gemüse und Obst muss für eine ordentliche Aufnahme der Nährstoffe püriert oder blanchiert werden. Wenn du das Gemüse bisher nur roh und püriert verfüttert hast, dann versuche es mal mit blanchiertem Gemüse. Umgekehrt genauso, biete deinem Hund das Gemüse doch einfach mal roh und püriert an, wenn er bisher nur die gekochte Variante kennt.

2) Mehrmals täglich kleine Portionen

Viele BARF- Pläne sehen es vor, dass die Gemüseration nur an ein oder zwei Tagen in der Woche verfüttert wird. Biete deinem Hund doch lieber zweimal täglich eine kleine Ration Gemüse an. Diese kannst du dann auch noch unauffällig unter das Fleisch mixen.

3) Gemüseflocken oder Gemüsedosen

Wie du sicherlich weißt gibt es mittlerweile auch fertig Gemüserationen zu kaufen, entweder als Flocke oder eingekochtes Gemüse in einer Dose. Für dich und deinen Hund könnte das tatsächlich die Rettung bedeuten, denn viele Hunde stehen auf die Dosen und Flocken. Besonders die Flocken haben einfach eine andere Konsistenz, die bei Hunden wunderbar ankommt.

4) Ein Kräuterchen in Ehren

Eine Gemüse und Obstmischung muss nicht nur aus konventionellen Gemüse und Obstsorten bestehen. Auch eine leckere, würzige Wildkräutersammlung darf mal im Napf des Hundes landen. Für den Zweck das dein Hund endlich das Gemüse aufisst kann ich dir den Löwenzahn empfehlen. Aber auch ein Sträußchen Petersilie oder Pfefferminze kann die Gemüseration aufwerten.

Natürlich kannst du auch eine fertige Kräutermischung kaufen.

Obacht aber bitte bei der Sammlung im Freien – sammel nur das, was du auch wirklich 101%ig sicher erkennst!

5) Blut und Fleischsaft

Die meisten Hunde stehen auf den Fleischsaft, der beim auftauen der BARF Ration ausläuft und erst recht stehen sie auf Blut. Und da Blut in jede ordentliche Barf- Mahlzeit gehört, habe ich hier die wahrscheinlich sicherste Variante, wie du deinen Hund dazu bekommst, sein Gemüse zu fressen! Blut! Das Blut – keine Sorge, jeder gut sortierte BARF-SHOP hat Blut im Sortiment- kannst du dann ganz einfach anstelle von Wasser zum pürieren nutzen.

Solltest du widererwarten kein Blut bekommen, dann püriere einfach einen kleinen Anteil vom Fleisch (Muskelfleisch) mit dem Gemüse zusammen.

Sollte dein Hund trotz dieser fünf Tricks immer noch das Gemüse und Obst verweigern, gibt es auch die Möglichkeit deinen Hund gänzlich ohne Gemüse zu ernähren. Jedoch ist das im Bezug auf den verdaulichen Rohprotein- Gehalt und auch auf die Ballaststoffversorgung etwas komplizierter. Hierzu solltest du dir einen erfahrenen BARF- Berater suchen, der dir hilft die Mahlzeiten bedarfsdeckend zu gestalten.

Ich freue mich auf ein Feedback von dir!

Liebe Grüße

Steffi

Stefanie Werner ist Ernährungstherapeutin für Hunde und befasst sich seit 2009 intensiv mit der naturnahen Fütterung von Hunden. Sie hilft in ihrer Ernährungsberatung Hundehaltern dabei die beste Fütterungsmethoden für ihren Hund zu ermitteln.

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