10 Dinge, die du bedenken musst, bevor du mit dem BARFEN anfängst

Du hast dir überlegt deinen Hund ab demnächst zu barfen? Das finde ich toll! Diese Art der Hundeernährung ist nicht nur besonders gesund für deinen Hund, auch die Abwechslung im Napf steigt und dein Hund wird es sicherlich mit Freuden fressen.

Und, wenn dein Hund glücklich ist, dann bist du es auch, stimmt´s?

Damit das auch so bleibt und du dauerhaft beim barfen bleibst, habe ich hier für dich einige Denkanstöße, die für deine Zukunft als BARFER wichtig sein könnten.

1) Hast du ausreichend Lagerkapazitäten in deinem TK- Fach?

Das Fleisch für deinen Hund bekommst du meistens nur tiefgefroren, das bedeutet du musst es auch in deinem TK Fach Zuhause lagern können. Ob du nun die einzelnen BARF Pakete lagerst oder ob du die, von dir vorbereiteten BARF- Mahlzeiten einfrierst macht da keinen sehr großen Unterschied. Platz brauchst du so oder so.


2) Zieht deine Familie mit? Oder kümmerst du dich ausschließlich alleine um die Mahlzeiten für deinen Hund?

Hier kommt es natürlich darauf an, ob du demnächst mit deinem Hund ausziehen musst, weil er ein- bis zweimal pro Woche Pansen bekommt oder ob du bleiben darfst. Nein Quatsch , das hab ich in meiner Zeit als BARF- Beraterin erst einmal erlebt. (lach nicht… wirklich wahr!)

Bedenke aber bitte, dass deine Familie vielleicht geruchsempfindlicher ist als du es bist!

Es ist wichtig, dass auch Jemand anderes aus deiner Familie dazu in der Lage sein muss den Hund zu füttern. Barfen ist zwar nur ein kleiner Mehraufwand im Gegensatz zu der Fütterung mit Trockenfutter aber es ist ein Mehraufwand, der vor allem dann zu spüren ist, wenn deine Familie sich weigert den Hund zu füttern und du krank bist oder beruflich sehr eingespannt bist.

Kläre also in jedem Fall vorher ab wie deine Familie dazu steht.


3) Hast du dich schon ausreichend mit der Materie BARF befasst oder bist du noch unsicher?

BARFEN ist wirklich nicht kompliziert, ganz sicher nicht. Aber es ist eben nicht nur “Fleisch und Gemüse in den Napf und gut”, ein bisschen Grundwissen gehört schon dazu. Zum Beispiel ist das Wissen um die Zusammenstellung nach dem Beutetier- Prinzip essentiell wichtig. Aber auch noch so ein oder andere Kleinigkeiten gibt es zu beachten.

Es ist also wichtig, dass du dich mit der Materie eingehend befasst. Entweder mit Hilfe einer Lektüre, einem BARF Seminar oder mit der Hilfe einer professionellen BARF Beratung.

So verhinderst du von vornherein grobe Patzer bei der BARFEREI.


4) Kostenpunkt

Butter bei die Fische!

Barfen ist NICHT günstiger als ein Discounter Trockenfutter. Einen Hauch teurer als Tierfutterketten- Trockenfutter. Aber günstiger als ein High End- Mega- Premium- Trockenfutter mit Kamelfleisch.

Bei der Fütterung mit rohem Fleisch empfehle ich dir nicht am falschen Ende zu sparen. Nämlich am Fleisch! Minderwertiges Fleisch kann sich ernsthaft auf die Gesundheit deines Hundes auswirken!

Obst und Gemüse hingegen darf auch einmal gedötscht sein und muss nicht mehr den ersten Platz in einem Schönheitswettbewerb gewinnen. Überreifes Obst und Gemüse eignet sich sogar meistens wesentlich besser für den Hund als sehr Frisches.


5) Hast du schon alle Utensilien zum BARFEN?

OK, den Hund hast du schon mal. Er ist immerhin das wichtigste Utensil, das du zum barfen brauchst!

Aber denke auch daran, dass das Obst und Gemüse püriert werden muss. Also brauchst du einen guten und leistungsstarken Mixer.

Tipp: Mit einem Pürierstab wirst du dössig und bekommst graue Haare. Tu dir das besser nicht an und investiere in einen ordentlichen Mixer!

Ausserdem benötigst du Plastikschälchen, damit du die Mahlzeiten für die Woche vorbereiten kannst, falls du das möchtest.

Einen Fleischwolf brauchst du definitiv nicht, das BARF Fleisch bekommst du gewolft oder in gulaschgroßen Stücken zu kaufen.


6) Wer schreibt deinen BARF Plan?

Ein BARF Plan gibt dir Sicherheit – besonders in den ersten Monaten nachdem du deinen Hund auf das neue Futter umgestellt hast.

Denn gerade in der ersten Zeit wirst du deinen Hundefreunden, deiner Familie und allen die es hören wollen (oder auch nicht), davon berichten, dass du deinen Hund auf BARF umgestellt hast. Glaub mir, ich spreche aus Erfahrung… immerhin liest du gerade in meinem Blog, der unter Anderem vom barfen handelt :-D

Allerdings werden Einige, denen du davon berichtest nicht besonders positiv auf diese Nachricht reagieren und dich verunsichern. “Bekommt dein Hund auch wirklich alle wichtigen Vitamine?“, “Fertigfutter ist aber doch viel sicherer!”,Das geht doch nicht, ein Hund MUSS Trockenfutter bekommen!” etc. pp.

All das wirst du dir anhören müssen. Und du wirst ins grübeln kommen. Damit du für dich und deinen Hund auf der sicheren Seite bist und du nicht aus Unsicherheit wieder mit dem barfen aufhörst (das wäre sehr schade), dient dir der BARF Plan als doppelter Boden. Er wird dir die nötige Sicherheit geben!

Du solltest dir auf alle Fälle einen Plan erstellen bzw. erstellen lassen.


7) Bezugsquelle

Hast du dich schon in deinem Ort umgesehen? Gibt es bei dir einen BARF Shop der dir bieten kann, was du für deinen Hund benötigst? Also BARF Fleisch, Innereien oder Innereien- Mix, Pansen, Blättermagen, Knochen und Knorpel (auch gewolft für die Umstellung), Fett und Blut…

Gegebenenfalls Futterergänzungen (für die Gelenke, für den Jod- Ersatz, für Calcium etc. pp) und Gemüseflocken oder die Notfall- Dose, falls du mal vergisst, die Mahlzeit auf zu tauen.

Generell bin ich ja für “Support your local- Hero” und das nicht nur, weil ich selbst auch Einzelhändlerin bin. ;-)

In manchen Teilen Deutschlands gibt es aber einfach (noch) keine adäquaten BARF Shops. Solltest du also in diesem weißen Flecken der Landkarte leben, bleibt dir nichts anderes übrig als online einzukaufen. Zu beachten hierbei ist jedoch, dass viele Shops eine Mindestabnahme haben um die Eigenkühlung der Ware, während dem Transport zugewährleisten. Achte hier also darauf, dass du wirklich genug Platz im Tiefkühlschrank hast.


8) Kannst du mit rohem Fleisch hantieren? Stichwort: Geruch

Überraschung ! Wenn du frisch fütterst, musst du auch mit rohem Fleisch hantieren. Solltest du also Vegetarier oder Veganer sein, dann überlege dir gut, ob du mit totem Tier arbeiten möchtest. Du musst es zwar nicht mehr groß schneiden oder Ähnliches aber du musst es anfassen und riechen können.


9) Zeitfaktor

Na klar – “Dose aufmachen und füttern” oder “eine Schüppe Trockenfutter in den Napf” dauert nur wenige Sekunden.

Die BARF Mahlzeiten müssen vorbereitet werden bzw. zumindest musst du mind. 6 Stunden vor der Fütterung daran denken, das Futter zum auftauen aus dem TK- Fach zu holen.

Also auch nicht wirklich viel aufwendiger.

Etwas aufwendiger hingegen ist das BARF Plan erstellen. Solltest du diesen selbst erstellen, musst du dich schon eine Weile einlesen und herum probieren, wie du die einzelnen Komponenten über die Woche hinweg in den Hund bekommst.

Das dauert natürlich seine Zeit, besonders dann, wenn du deinen Plan alleine zusammen stellst. Nur als Beispiel, ich brauche für eine ordentliche Berechnung für einen gesunden Hund mindestens 2 Stunden – und es ist mein Beruf, für mich ist es also kein Neuland.

Warum du dir die Mühe allerdings machen solltest, habe ich in Punkt 6 erklärt.


10) Urlaub, Businessreisen oder Weltreise?

Einen nicht zu verachtenden Punkt müssen wir den Reisen zu sprechen. Immer dann, wenn du keine Tiefkühlmöglichkeit hast, kommst du als BARFER in die Bredouille und musst eine Alternative zur Hand haben. Was sich hierzu am besten eignet, habe ich in einem Blogartikel auf “Iss´n Rüde” veröffentlichen dürfen. Schau doch dort einfach mal HIER vorbei!


Das sind also die Punkte, die du beachten musst, wenn du planst mit dem BARFEN anzufangen.

Gar nicht so viel und so kompliziert, oder?

Also, was hält dich noch davon ab?? Fang an deinen Hund zu barfen!

Ich wünsche dir viel Spaß bei der BARFEREI und deinem Hund einen gute Hunger!

Deine Steffi

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Stefanie Werner ist Ernährungstherapeutin für Hunde und befasst sich seit 2009 intensiv mit der naturnahen Fütterung von Hunden. Sie hilft in ihrer Ernährungsberatung Hundehaltern dabei die beste Fütterungsmethoden für ihren Hund zu ermitteln.

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